Haustiere vor Parasiten im Garten schützen

Hunde und Katzen sind mit einem gesunden und starken Immunsystem relativ resistent gegen Parasiten und Krankheitserreger. Dennoch lauern im Garten so einige Gefahren gegen die man vorbeugen sollte.

Im Sommer besteht ein großes Risiko, dass der Hund oder die Katze von Zecken befallen wird. Meist verläuft ein Zeckenbiss unproblematisch, jedoch besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko, dass der Hund (die Katze) sich mit Borreliose infiziert. Im Süden Deutschlands, sowie in Österreich, Polen und Ungarn besteht außerdem ein großes Risiko einer Gehirnhautentzündung nach einem Zeckenbiss.



Die Borreliose ist eine Haut- und Gelenkserkrankung, die von Bakterien nach einem Zeckenbiss ausgelöst wird und chronische Schmerzen verursacht. Der Ausbruch der Krankheit kann bis zu sechs Monate, nach dem Biss der Zecke, dauern. Wird die Borreliose rechtzeitig erkannt, bestehen relativ gute Heilungschancen. Eine schnelle Gabe von Antibiotika ist zwingend notwendig. Bei einigen Hunden, die schon einmal an einer Borreliose erkrankt sind, besteht Immunität, da sie Antikörper gebildet haben.



Das Risiko einer gefährlichen Infektion durch einen Zeckenbiss lässt sich mit einigen Maßnahmen auf ein Minimum reduzieren. In erster Linie ist es wichtig, den Hund nach jedem Spaziergang gründlich nach Zecken abzusuchen. Bei langhaarigen Rassen empfiehlt sich auch ein sorgfältiges Kämmen. So werden Zecken, die sich noch nicht festgebissen haben, zuverlässig entfernt.


Wird bei der Untersuchung des Hundes eine festsitzende Zecke entdeckt, muss diese samt Kopf sofort entfernt werden. Dies wird am besten mithilfe einer Zeckenzange erledigt, im Notfall tut es jedoch auch eine Pinzette. Sitzt die Zecke an einer empfindlichen Stelle, wie beispielsweise dem Augenlid, oder gelingt es nicht, sie samt dem Kopf zu entfernen, muss der Hund in jedem Fall dem Tierarzt vorgestellt werden. Auch nach einem erfolgreichen Entfernen muss die Einstichstelle regelmäßig kontrolliert werden. Sobald sich die Stelle und ihre Umgebung stark röten, muss dringend ein Tierarzt aufgesucht werden, da höchstwahrscheinlich eine bakterielle Infektion vorliegt.



Einen weiteren, prophylaktischen Schutz bieten Zeckenhalsbänder. Diese müssen jedoch regelmäßig gewechselt werden, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Des Weiteren sind in Zoofachgeschäften spezielle Zeckenmittel zu erwerben, die in das Haarkleid des Hundes geträufelt werden und ihn so vor Zeckenbefall schützen.

Ein weiteres Gesundheitsrisiko stellt sowohl beim Hund als auch bei der Katze ein Befall mit Würmern dar. Die Infektion mit Würmern kann zahlreiche Ursache haben. So kann sich ein Tier bei einem bereits kranken Tier anstecken oder sich an verunreinigtem Wasser infizieren. Ebenso sind Stechmücken und Sandmücken Krankheitsüberträger.



Der Wurmbefall wird meist vom Halter im Kot oder am After des Tieres entdeckt. Mit einer Wurmkur, die es beim Tierarzt zu erwerben gibt, werden Würmer jedoch zuverlässig bekämpft. Hunde und Katzen sollten regelmäßig eine Wurmkur erhalten, auch wenn sie nicht befallen sind. So wird das Risiko einer Infektion drastisch reduziert. Des Weiteren sollte jeder Halter grundsätzlich den Kot seines Hundes im Freien aufsammeln und fachgerecht entsorgen, um ein Anstecken zu vermeiden.



KW 47 - Montag, 20. November 2017